Ob mit Zucker, Salz, Sand oder Säure: Exfoliater, besser bekannt als Peelings, werden eingesetzt, um die Regeneration der Haut anzuregen und sie frischer aussehen zu lassen. Jedoch sollten Peelings immer Bedacht angewendet werden!

Die menschliche Haut erneuert sich ein Leben. Laufend werden alte Hautzellen abgestoßen und neue gebildet. Aber mit zunehmendem Alter wird die Ablösung abgestorbener Hautschüppchen langsamer und ungleichmäßiger. In Folge dessen wirkt unsere Haut stumpf und gräulich. Peelings unterstützen diesen natürlichen Regenerationsprozess. Die oberste Hautschicht wird von abgestorbenen Hautschüppchen befreit und die Durchblutung angeregt, sodass die Haut rosig strahlt und wieder aufnahmefähiger für Pflegestoffe ist.

Eine Unterscheidung:
Allgemein kann man mechanische und chemische Peelings unterscheiden. Mechanische Peelings enthalten Reibekörper, wie beispielsweise Zucker. Solche groben Peelings eignen sich vor allem für normale Haut bzw. für Mischhaut. Ist die Haut jedoch sensibel oder neigt zu Unreinheiten, Hautausschlägen oder Ekzemen dann ist von mechanischen Peelings abzuraten. Peelingbürsten und grobkörnige Reibekörper können kleine Risse in der Haut verursachen, die wiederrum zu neuen Entzündungen führen. Chemische Peelings funktionieren mit Hilfe von bestimmten Säuren oder Enzymen. Am häufigsten werden dafür Fruchtsäuren (AHA – Alphahydroxysäuren) verwendet. Am beliebtesten sind Glykol- und Milchsäure, da sie einen wunderbaren Anti-Aging Effekt haben. Optimal sind Produkte mit 8-10%iger Alphahydroxysäure (maximal 12%) und einem pH Wert in Höhe von 3- 4.

Ebenso beliebt sind chemische Peelings auf Basis von Salicylsäure (BHA – Betahydroxysäure). Da die Salicylsäure im Unterschied zu Fruchtsäure fettliebend, antibakteriell und entzündungshemmend ist, eignet sie sich vor allem für ölige Haut, die zu Akne und Mitessern neigt. Die Säure dringt tief in die Talgdrüsenfollikel ein und reinigt die Poren von innen. Ähnlich wie bei Glykolsäure ist ein pH-Wert zwischen 3- 4 ideal. Jedoch sollte die Konzentration der Salicylsäure nicht höher als bei 2% liegen. Eine weitere Möglichkeit sind chemische Peelings auf Basis von Enzymen, wie z.B. Papain aus dem Saft des Melonenbaumes. Die Wirkung enzymatischer Peelings beschränkt sich jedoch auf die Hautoberfläche. Proteasen (eiweißspaltende Enzyme) spalten die Zellverbände der Hornschicht, wodurch die abgestorbenen Zellen gelockert und nach einer Einwirkungszeit von 10-20 Minuten abgetragen werden.

Handle with Care!
Da die Haut durch Exfoliation nicht gerade sanft behandelt wird, sollte je nach Hautzustand höchstens einmal pro Woche gepeelt werden. Eine häufigere Anwendung kann die Haut zu sehr beanspruchen bzw. kontraproduktiv wirken. Reagiert die Haut beispielsweise mit Rötungen, oder extremer Trockenheit dann ist das ein eindeutiges Indiz dafür, dass sie Ruhe will. Zudem passt nicht jedes Peeling zu jedem Hauttyp! Damit das Peeling nicht reizt, sollte es unbedingt auf den jeweiligen Hauttyp abgestimmt sein! Da das Peelen zudem die Hautbarriere kurzfristig schwächt, darf im Anschluss die Feuchtigkeitszufuhr und der SUNBLOCKER nicht vergessen werden!

Unsere Empfehlungen: 

Chemisches Peeling: MISSHA Super Aqua Oxygen Micro Essence Peeling

Mechanisches Peeling: MISSHA Brown Sugar Facial Scrub

Kategorien: Nice to know fact

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